Auf Webers Spuren durch den Wahlkreis
Das Jahr 2026 steht in Dresden ganz im Zeichen von Carl Maria von Weber und seinem 200. Todestag. Während seines Aufenthalts in Dresden von 1817 bis 1826 in Dresden hat er in kurzer Zeit ein beeindruckendes musikalisches und kulturelles Erbe hinterlassen und gilt zurecht als Begründer der deutschen romantischen Oper. Doch wo findet man heute noch Spuren von Weber hier in Dresden?
Das wollten wir herausfinden und haben uns gemeinsam mit Rektor Dr. Lars Seniuk und Kanzler Dr. Michael Schmischke sowie Mitarbeitenden und Studierenden der Dresdner Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ auf eine Weberwanderung durch die Dresdner Friedrichstadt und Altstadt gemacht.
Gestartet an der Musikhochschule selbst ging es zum ersten Stopp, vorbei am Bahnhof Mitte und dem Städtischen Klinikum zum Alten Katholischen Friedhof in der Friedrichstadt. Dort begrüßten uns Friedhofsleiterin Birgit Hemm und Stadtführer Christoph Pötzsch und führten uns über den historischen Friedhof, der neben zahlreichen Dresdner Persönlichkeiten auch der Familie Weber die letzte Ruhestätte bietet.
Mit neuem Wissen über Weber im Gepäck ging es zurück in die Innenstadt zur nächsten Station, dem Notenarchiv der Dresdner Staatskapelle. Handschriftliche Noten von Wagners Trauermusik aber auch Webers Oper OBERON werden dort verwahrt und von Leiter Lasse Stark und seinem Team verwaltet und gepflegt. Vorbei am Zwingerteich ging es anschließend zum Weberdenkmal an der Semperoper, weiter über den Theaterplatz, wo sich ehemals das Italienische Dörfchen befand, zur Katholischen Hofkirche, in dem u.a. Webers „Freischütz-Messe“ aufgeführt wurde.
Im prunkvollen Residenzschloss unterzeichnete Carl Maria von Weber im März 1816 seine Bestallungsurkunde als sächsischer Hofkapellmeister des deutschen Departements, im Taschenbergpalais dagegen erteilte Weber musikbegeisterten Prinzessin Amalie von Sachsen Unterricht, woran das heutige Café Amelie noch erinnert. Den Abschluss der Tour bildete der Dresdner Altmarkt, wo sich Webers Wohnungen im heutigen NH Hotel und Kulturpalast befanden.
Es war eine total spannende Tour und ich glaube jeder, der ein bisschen Interesse hat, dem kann man einfach nur Lust darauf machen, sich auf die Spuren von Carl Maria von Weber zu begeben.